Ideeenwerkstatt

Ideenwerkstatt

Die Ideenwerkstatt ist ein individuelles Format aus dem Bereich der Ideenentwicklung. Sie hat Ähnlichkeiten mit der Zukunftswerkstatt, der Open Space Methode, dem World Café, dem Ideen-Workshop oder auch einer Projektwerkstatt.

Mit Hilfe ausgesuchter Kreativitätstechniken, viel Visualisierung und einer guten Moderation entfaltet die Ideenwerkstatt eine große Wirkung. Ziel der Methode zur Ideenfindung ist die Einbeziehung bzw. Partizipation aller Teilhaber und die Entwicklung einer großen Anzahl von Ideen.

Ablauf einer Ideenwerkstatt

Die Ideenwerkstatt gliedert sich in mehrere Phasen.

Definition der Herausforderung

Zu Beginn steht die Definition des Problemraumes. Welche Herausforderungen gibt es? Sind die Ursachen dafür bekannt? Wurden Lösungen eingesetzt und was ist aus den Lösungen geworden? Je nach Einsatzzweck, Größe des Unternehmens und Anzahl der Mitarbeiter wird entschieden, ob die Ideenwerkstatt für eine Großgruppe oder für eine kleine Botschaftergruppe aus allen Fachgebieten initiiert werden soll. Hiernach werden die passenden Kreativitätstechniken und Moderationsmethoden sowie der Programmablauf der Ideenwerkstatt konzipiert.

Warm up

So wie es sich im Sport verhält, verhält es sich auch bei einer guten Moderation. Unser Gehirn muss genauso wie unsere Muskeln erst auf Touren kommen. Fremde Personen müssen sich kennenlernen und die Scheu voreinander verlieren.

Mit spannenden Übungen aus dem Improvisationstheater oder aus dem Repertoir der leider verschiedenen Vera F. Birkenbihl kann eine Ideenwerkstatt sehr gut begonnen werden.

Initialisierung

Zu Beginn der Werkstatt erhalten die Teilnehmer alle Informationen, die notwendig sind, um das Problem zu lösen. Danach wir die Herausforderung beschrieben und nachgefragt, ob alle Teilnehmer die Aufgabe verstanden haben. Hiernach werden Ablauf, Regeln und die Moderationstechniken vorgestellt, so dass sich die Teilnehmer auf den kreativen Tag einstellen können. Eine kurze Einweisung in die Nutzung der Räumlichkeiten erleichtert das spätere Arbeiten.

Ideenentwicklung

Haben die Teilnehmer mit der Empathiebildung abgeschlossen startet die Ideenentwicklung mit den Kreativitätsmethoden. Diese sind immer nur so gut, wie das eingesetzte Material und der Moderator. Seine Aufgabe ist es, die Teilnehmer mit der notwendigen Methodenkompetenz aus dem Alltag zu entführen, sie zu inspirieren und sie immer wieder zu motivieren. Hierzu steht ein großes Repertoire an abwechslungsreichen Kreativitätstechniken, Medien und Objekten zur Verfügung, die genutzt werden sollen. Je nach Methoden können mehre Durchläufe erfolgen oder bereits während des Prozesse Ideen ausgesucht werden, die weiterentwickelt und immer iteriert werden.

Was am Anfang häufig nach einer „netten“ Firmen-Veranstaltung aussieht, entpuppt sich schnell als ein kräftezehrender Tag. Denn viele Mitarbeiter sind es nicht gewohnt, kreativ zu arbeiten. Daher sind Pausen und Rückzugsräume wichtig, um die Teilnehmer motiviert zu halten.

Vorstellung der Ideen

Nachdem die große Ideenvielfalt in Cluster geordnet, verdichtet und nochmals granuliert worden ist, werden die Ideen zusammen im Team diskutiert. Die Ideen, die am erfolgsversprechendsten sind, werden mit der Rückmeldung aus der Gruppe umgesetzt und an die verschiedenen Gruppen zur Ausarbeitung verteilt. Hierbei ist auf Freiwilligkeit für größtmögliche Motivation zu achten.

Konkretisierung der Ideen

Danach folgt die Prototypenphase zur Umsetzung konkreter Anwendungsbeispiele. Das können Papier-Prototypten, Rollenspiele oder mit Material angefertigte Objekte sein, an denen die Idee konkret erläutert wird. Die verschiedenen Teams entwickeln Ihre Prototypen und stellen sie der Gruppe und den Auftraggebern anschließend vor. Damit alle Informationen erhalten bleiben, empfiehlt es sich, den Workshop mit einer Videokamera zu dokumentieren.

Auswahl der Ideen

Je nach Auftrag kann die Gruppe bestimmen, welche Ideen in ein Projekt münden sollen oder der Auftraggeber. In beiden Fällen ist es wichtig, dass es Transparenz im Auswahlprozess und seinen Auswahlkriterien für eine Idee gibt. Sofern eine positive Entscheidung getroffen ist, sollte am Ende immer auch Personal und Budget für die Realisierung zur Verfügung stehen.